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MARTINA FRANCA
Die Barockstadt besitzt eine der schönsten Altstädte der Region. Elegante Villen adliger Familie bezaubern durch barocke Eingänge, elegante Balkone und eine schwer erreichbare Blumenpracht ...


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Sehenswertes in Martina Franca:


Einführung:
Zwischen Alberobello, Ceglie Messapica Locotondo und anderen hübschen Städten gelegen, macht die in 431 Metern ü.d.M. gelegene Stadt bei der Anreise alles andere als einen besonderen Eindruck. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, sondern begeben Sie sich sofort in Richtung Altstadt, wo Sie für Ihre Reiseanstrengungen umgehend belohnt werden! Die ca. im 10. Jahrhundert von Flüchtlingen aus Tarent gegründete Ansiedlung erhielt im Jahre 1300 durch Philipp I. von Anjou ihre Stadtrechte. Im 17. Jahrhundert entwickelte die Stadt sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum (auf Landwirtschaft und Viehzucht beruhend) und auf diese Zeit geht auch ein Großteil der historischen Gebäude zurück. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadtmauer abgerissen, um Platz für Neubauten zu schaffen, was zu dem heute teils chaotisch anmutenden Stadtbild beitrug.

Ein Besuch der Altstadt:
Durch den Triumphbogen des Heiligen Stefano aus dem Jahre 1764, das von einem Reiterstandbild des Heiligen Martin gekrönt wird, gelangt man in die Altstadt, die dank barocker Palazzi, verwinkelter Straßen, Sackgassen, herrlicher Balköne und uralten Kirchen einen ganz eigenen Charme verströmt. Heutiger Sitz der Stadtverwaltung ist der Palazzo Ducale (1668-1742), ein zweistöckiger Bau von gewaltigen Ausmassen (ursprünglich aus über 300 Zimmern mit Kapellen, Ställen und einem Theater bestehend!) mit einem herrlichen Balkon aus Schmiedeeisen. Im Innern kann man herrliche Deckenfresken u.a. mit biblischen Szenen bestaunen, die vom hiesigen Maler Domenico Carella im 17. Jh. geschaffen wurden. Erwähnenswert der Sala dell'Arcadia (mit dem Herzog Francesco III. als Hauptakteur), der Sala del Mito, der Sala della Bibbia und die Herzogskapelle mit wunderschönem Marmoraltar.
Eine der interessantesten und schönsten Straßen ist der Corso Vittorio Emanuele: hier findet man zahlreiche barocke Palazzi, schöne schmiedeeiserne Balkone, Heiligenstatuen und -bilder an den Ecken und von weitem erkennt man den romanisch- gotischen Glockenturm der Basilika San Martino (1747-1763), die selbst ein leuchtendes Beispiel für den Barockstil von Martina Franca darstellt. Die Fassade, von Giovanni Mariani geschaffen, wird im unteren Abschnitte durch vier Statuen (Petrus, Paulus, Joseph und Johannes der Täufer), im oberen Abschnitt durch Darstellungen der Heiligen Martina und Comasia bereichert. Besonders erwähnenswert ist der Hauptaltar, 1773 in Rom geschaffen
Eine weitere schöne Kirche ist die Chiesa di San Domenico, die 1746/1750 auf den Resten einer romanischen Kirche erbaut wurde und ebenfalls im barocken Stil ausgeschmückt ist. Ein weiteres Symbol des Stadtbilds ist der Glockenturm "Torre Civica", der 1734 als einer der ersten Glockentürme mit Uhr konstruiert wurde.
Eine weitere Besonderheit ist der so genannte "Posterla" (in der Via Pisterola): ein enger Durchgang, der es nur einer Person ermöglicht, hindurchzugehen. Dies ist eine typische "Abkürzung" in befestigten Städten. Oberhalb des Endpunktes kann man ein Loch erkennen, aus dem im Mittelater siedendes Öl oder heißes Pech auf eindringende Feinde heruntergegossen wurde.



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