Teil 1- Von Porta Napoli zum Domplatz
Teil 2- Der Domplatz
Teil 3- vom Domplatz zur Piazza Sant'Oronzo
Teil 4- Die Basilika Santa Croce
Teil 5- von der Basilika zur Porta San Biagio
Teil 6- Vom Domplatz zur Porta Rudiae
Teil 7- Weitere Sehenswürdigkeiten
Stadtrundgang
Teil 6 - Vom Domplatz zur Porta Rudiae
Vom Domplatz haben Sie die
Möglichkeit, nach links in Richtung des dritten Stadttores
Porta Rudiae abzubiegen, anstatt
zum Hauptplatz weiterzugehen. Der
Umweg lohnt sich, liegen doch auf
dieser Straße
(Via Libertini) einige sehr schöne
Kirchen und Paläste, die einen Besuch
wert sind. Die erste Kirche, auf
die man auf der Straße auf der linken
Seite trifft, ist die Kirche di
Santa Teresa, deren Fassade bis
heute unvollendet ist. 1620 von
Cesare Penna begonnen, wurden die
Arbeiten von Giuseppe Zimbalo weitergeführt.
Die untere Ebene wird auf den beiden
Seiten des Eingangs von drei korinthischen
Säulen beherrscht, zwischen denen
die Statuen Johannes des Evangelisten
und des Täufers stehen. Die Kirche
selbst besteht nur aus einem Hauptschiff,
in dem vor allem die Kolossalstatue
des Stadtheiligen Sankt Oronzos
(aus dem Jahre 1869) und die Gemälde
(mit den Themen der Mariä Verkündigung,
"Ruhepause in Ägypten" und "Johannes
der Täufer") erwähnenswert sind.
Im folgenden treffen Sie auf die etwas kleinere, aber nicht
weniger schöne Kirche di S. Anna aus
dem 17. Jahrhundert. Die Aussenfassade
erscheint schlicht mit nur zwei Heiligenfiguren
und einigen Früchten. Die Kirche besteht
nur aus einem Hauptschiff mit vier
kleinen Kapellen. Die Decke besteht
aus Holz, an deren vier Ecken die Wappen
der Adelsfamilien wiedergegeben sind,
deren weiblichen Angehörigen es als
einzige erlaubt war, die Kirche über
das nebenan liegende Konservatorium zu
betreten. Letzteres, 1764 von Emanuele
Manieri verschönert, wurde 2001 liebevoll
restauriert und beherbergt heute manchmal
Ausstellungen zeitgenössischer Kunst
und Seminare. Höhepunkt dieses Spaziergangs
ist sicherlich die wunderschöne Kirche
di San Giovanni Batista - auch als
Chiesa del Rosario bekannt. In den Jahren
1690-91 von Giuseppe Zimbalo erbaut,
handelt es sich hierbei um die einzige
Kirche in Lecce, die in Form des griechischen
Kreuzes erbaut wurde. Sie fasziniert
vor allem durch ihre Helligkeit im
Innern und den Reichtum an Altaren,
Figuren und Verzierungen. Hervorzuheben
sind zum einen die fehlende (!) Kuppel
der Kirche, an deren Stelle man nur
eine einfache flache Holzdecke vorfindet,
denn vor dem Bau der Kuppel starb der
Architekt Zimbalo (1710) und niemand
hatte danach den Mut, diese zu erbauen.
Zum anderen befindet sich in dieser
Kirche die einzige Priesterkanzel,
die vollständig aus der hiesigen pietra
leccese besteht!
Unser Spaziergang schließt, indem wir
durch das herrliche Stadttor Porta
Rudiae (1703 erbaut) gehen,
deren Name auf die antike Stadt Rudiae
zurückgeht, zu der die von hier ausgehende
Straße führte. Dieser Triumphbogen
ist wieder mal dem Stadtheiligen Oronzo
gewidmet, dessen Statue über dem Tor
thront, die von der Heiligen Irene
und dem Heiligen Domenikus flankiert
ist. Auf den Kapitellen der reich verzierten
Säulen sind vier sagenhafte Helden
der Geschichte der Stadt dargestellt:
Euippa, Malennio, Dauno und Idomeneo.
zu Teil 7: Weitere Sehenswürdigkeiten