Teil 1- Von Porta Napoli zum Domplatz
Teil 2- Der Domplatz
Teil 3- vom Domplatz zur Piazza Sant'Oronzo
Teil 4- Die Basilika Santa Croce
Teil 5- von der Basilika zur Porta San Biagio
Teil 6- Vom Domplatz zur Porta Rudiae
Teil 7- Weitere Sehenswürdigkeiten
Stadtrundgang
Teil 2 - Der Domplatz
Der Domplatz
- das ist eine in sich geschlossene
und elegante Platzanlage, atemberaubend bei
Nacht, bezaubernd bei Tag.
Auf den Propyläen (Torbauten) am schmalen Eingang des
Platzes (die
1761 im Auftrag des Bischofs Alfonso Sozi
Carafa erbaut
wurden) befinden sich sechs große Statuen, die die
Evangelisten darstellen.
Der Dom Santa Maria
dell'Assunta (Grundsteinlegung
1144, 1230 neu erbaut) wurde zwischen 1659-70
auf Anordnung des Bischofs Pappacoda
von Giuseppe
Zimbalo völlig
umstrukturiert und in seine heutige
Barockform gebracht.
Die Hauptfassade, die auf den kleineren
Hof zeigt, ist mit ihrem Giebel
ziemlich einfach dekoriert, aber
die prachtvolle Seitenfassade,
die sich gegenüber
dem Propyläeneingang des Platzes befindet,
ist sehr reich an Dekorationen
und
über zwei Geschosse angelegt. Der hohe
Aufbau der Fassade zeigt im Zentrum
den Stadtheiligen Oronzo und die
beiden Heiligen Fortunatus und Justus.
Die dreischiffige Basilika mit lateinischem
Kreuz präsentiert sich in ihrem Inneren
recht düster (in Ermangelung von Fenstern),
bietet aber trotzdem eine Fülle an
Altären, die den typischen Barockstil
der Stadt widerspiegeln.
Das Hauptschiff und das Querschiff
sind von einer wunderschönen,
mit Gold verzierten Holzdecke überdacht,
die auf das Jahr 1685 zurückgeht:
hier sind Gemälde
von Giuseppe
da Brindisi eingefasst (die als Thema das Leben
und das Martyrium des Stadtheiligen
haben). Hinten in der Apsis kann
man den wertvollen und prunkvollen
Marmor- und Bronzehauptaltar
bewundern. Oronzo
Tiso (1730-1800),
ein Künstler aus der neapolitanischen
Schule, schuf die drei Gemälde
im Chor wie z.B. das Hauptgemälde
der Assunta (1759). Sehenswert auch die Krypta, die zu
Beginn des 15. Jahrhunderts auf
den Resten einer mittelalterlichen
Krypta geschaffen wurde und von
92 Säulen gestützt wird.
Zurück auf dem Domplatz, bildet das Episkopat (oder
der Bischofspalast: Palazzo Vescovile)
eine natürliche
Fortsetzung der Hauptfassade des
Doms. Es ist ein Werk des Architekten Emanuele
Manieri aus
dem 18. Jahrhundert (der Palast
wurde bereits im 15. Jahrhundert
erbaut, aber entsprechend dem
herrschenden Stil von Manieri
verändert): eine
elegante
"Theaterkulisse", die oftmals
als Kulisse für
Theateraufführungen
benutzt wird. Auf einer hoch bossierten
Grundfläche steht ein Bogengang,
auf dem das Wappen des Bischofs
Carafa (d.h. der Bischof, der dieses
Gebäude
hat erbauen lassen) thront. Einige
Büsten von wichtigen Persönlichkeiten
bereichern die Balustrade: im Zentrum
befindet sich eine der ersten Uhren
der Stadt, die von Domenico
Panico im
Jahre 1764 aus Lecce gebaut wurde,
heute aber leider nicht mehr
funktioniert.
Das Episkopat geht direkt in den Palazzo
del Seminario über.
Die Bischöfe Pignatelli hatten
diesen Erweiterungsbau gegen
Ende des 17. Jahrhunderts von Giuseppe
Cino erschaffen
lassen; der Palast wurde 1709 eingeweiht
und von den Bürgern als "8. Weltwunder"
gefeiert. Seine Fassade ist eine
der schönsten
Barockfassaden der Stadt: eine
elegante Loggia mit drei Bögen über
dem Portal und eine feine Schnitzerei
um die Fenster der beiden Stockwerke
herum. Aber das wahre Schmuckstück
des Palazzo ist sein Innenhof:
Im Schatten einiger Zitronenbäume
und umgeben von hohen Arkaden liegt
eine echte Perle des Lecceeser
Barock: der berühmte Brunnen des “Giuseppe
Cino”:
ein mit Blumen- und Obstfriesen
und –girlanden dekorierter Brunnen,
auf dem eine weibliche Statue steht.
Die Figur sieht aus, als ob sie
auf dem
schlanken Bogen tanzen wollte.
Des weiteren finden Sie hier eine
wunderschöne
Barock- Privatkapelle für die Priester
und kleinere Räume, in denen moderne
religiöse Kunst ausgestellt wird.
Wenn Sie schließlich aus dem Seminar
zurück auf den Domplatz hinaustreten,
sehen Sie direkt gegenüber den mächtigen
68 Meter hohen Glockenturm (einer der höchsten
freistehenden Glockentürme Europas!) ,
der mehr als 70 Meter hoch ist.
Er wurde von dem Architekt Giuseppe
Zimbalo zwischen
1661 und 1682 erbaut; er ist schlank
und ist mit Balustraden,
Pyramidenfialen und feinen Dekorationen
verziert. Auf seiner Spitze befindet
sich eine mit Majolika verzierte
Kuppel, auf der der Stadtpatron
Oronzo eine Fahne in der Hand
hält.
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weiter zu Teil 3: Piazza Sant'Oronzo
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Lecce - Highlights
Santa Croce
Die Basilika Santa Croce gehört zu den wichtigsten
Bauten des Barocks in ganz Italien:
Bildergalerie der Basilika
Grundriss der Basilika
Wussten Sie, daß
...
es
in Lecce eine besondere Steinart gibt?
Der Stein “Pietra leccese”.
Das
ist ein poröser, homogener, feinkörniger Sedimentärkalkstein
(„ Marmor für Arme“ genannt), der
für
die Verbreitung des Barockstils in Lecce bzw. im
Salent
sehr wichtig ist. Der Stein wird
mit
der
Zeit
immer
härter und fester: sobald er abgebaut wird,
kann
man ihn mit einem Messer schneiden, aber nach
ein
paar Tagen ist er dafür schon zu hart. Seine
Farbe wechselt mit der Zeit:
er ist normalerweise goldgelb, aber wenn er Unwetter
ausgesetzt ist, kann er die Farbe von Terrakotta
annehmen oder leinengelb werden. Sehr oft hat
der Stein in dem selben Gebäude verschiedene
Farbtöne.
Das
Gestein besitzt besondere Kennzeichen: weil es formbar
und sehr einfach zu bearbeiten ist, wird es gerne für
formenreiche Verzierungen, Friese,
Gesimse,
Rosetten,
Kapitelle, Säulen, Wappen, usw. verwendet. Die
Arbeitstechniken
der
Vergangenheit wurden teilweise durch moderne Maschinen
ersetzt, aber im Salent gibt es noch viele Handwerker,
die
das Gestein mit dem Meißel bearbeiten. Alte Handwerkstätten,
wo junge Handwerker alte Werkzeuge benutzen,
sind wieder vorzufinden: hier werden Objekte
produziert, deren Formen sowohl traditionell (sie
erinnern an die typischen Verzierungen)
als auch neu sind (Uhren aus pietra leccese, kleine
Vasen
für die Touristen usw.
Informationen zur Anreise
nach
Apulien
finden Sie HIER
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